Kirchen

Der imposante barocke Kirchturm von St. Alto

Die katholische Pfarrkirche St. Alto

Die heutige Kirche wurde 1763 von dem berühmten Baumeister Johann Michael Fischer errichtet, der im Landkreis Dachau auch beim Bau der Kirchen in Sigmertshausen und Bergkirchen beteiligt war.

Vom romanischen Vorgängerbau übernahm Fischer die Fundamente des Turmes, Teile der Außenmauern und den Chor, der schon 1617 errichtet worden war und der wegen des um 6 Meter ansteigenden Geländes einen Stock höher liegt als das Kirchenschiff.

Der fast 60 m lange Kirchenraum, einer der letzten Rokokobauten, beeindruckt wegen der interessanten Raumperspektiven, die sich durch die Anordnung der vier kunstvoll hintereinander gelagerten Innenräume ergeben: Der große achteckige Laienraum (Hauptraum/Kirchenschiff) mit über 18 m hoher Flachkuppel und Emporen, ist praktisch die Pfarrkirche. Danach folgt ein kleinerer achteckiger Raum, der sog. Beichtraum, der überdeckt wird vom Nonnenchor. Es folgen der Altarraum und dahinter, nochmals erhöht, der "Herrenchor" im 1.Stock.

Vom Nonnen- wie vom Mönchschor gehen Umgänge um die ganze Kirche, auf denen die Ordensleute an Sonn- und Feiertagen Prozessionen hielten, ohne dass sich ihre Wege je kreuzen konnten.

Den schlanken, reich gegliederten und 62 m hohen Fassadenturm auf der Westseite über dem Eingang hat König Ludwig I. (1825-1848) als den "schönsten Turm in seinem Königreich" bezeichnet.

Kunsthistoriker zählen die Klosterkirche von Altomünster zu den schönsten Rokoko-Gotteshäusern in Bayern und stellen sie gleichwertig neben die Kirchen in der Wies, in Rott am Inn und in Ottobeuren.

Seit Dezember 2005 gibt es in Altomünster ein Glockenspiel, das dreimal täglich erklingt. An Werktagen um 9, 13 und 17 Uhr, an Sonntagen um 13, 15 und 17 Uhr.

An allen Wochentagen ist die Kirche geöffnet, aber mit einem Schutzgitter versehen, durch das man einen Blick ins Kircheninnere werfen kann.

Eine öffentliche Kirchenführung findet jeden Sonntag um 14 Uhr statt, an Sonntagen, an denen ein Markt stattfindet, zusätzlich auch um 13 Uhr. 

Das evangelische Gemeindezentrum Altomünster

Die evangelische Kirchengemeinde Altomünster gehört zur Kirchengemeinde Aichach.

1989 wurde an der Steinbergstraße ein eigenes Gemeindezentrum errichtet. Der Entwurf stammte vom Würzburger Architekten Gerhard Grellmann. Am 21.7.1991 weihte der Augsburger Dekan Dr. Rudolf Freudenberger das Gebäude ein.
Der Gemeinderaum hat auf der Südseite sechs große Glasfenster, die an die sechs Tage der Schöpfung erinnern. An der Ostwand steht eine kleine Orgel.

Der Gemeinderaum wird für die sonntäglichen Gottesdienste sowie für Veranstaltungen der Volkshochschule und der Kulturvereine genutzt; ein Ort der Begegnung zum Wohle der Allgemeinheit.

Im Turm hängen zwei Glocken, die 1990 gegossen wurden. Die große Glocke (177 kg, 65 cm Durchmesser) trägt die Inschrift "Ehre sei Gott in der Höhe..", die kleine Glocke (135 kg, 60 cm Durchmesser) "...und Friede auf Erden".

Sechs schmale Buntglasfenster stellen die sechs Tage der Schöpfung dar. Sie wurden von Frau Irene Horst, einem Gemeindemitglied aus Oberzeitlbach entworfen und von der Firma Robert Münch aus Großumstadt ausgeführt.