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Der Kollerstock mit Garten
Schild am Bahnhofsgleis

Befreundete Gemeinden

Befreundete Gemeinden von Altomünster

Tscherms in Südtirol - mitten im Etschtal

Die Beziehung zu Tscherms
Jahrhundertelang besaßen nahezu alle oberbayrischen Klöster und Stifte, so auch das Kloster Altomünster Weinberge in Südtirol. Klosterurkunden von Altomünster berichten von Besitzungen im Burggrafenamt. Bis ins frühe 17.Jahrhundert bezog das Kloster Altomünster Mess- und Trinkwein aus Tscherms (und Marling).
1996, im Vorfeld der Vorbereitungen zum Jubiläumsfest "500 Jahre Birgittenkloster 1497-1997", auf der Suche nach den früheren Weingütern des Klosters Altomünster in Südtirol, bahnten sich die ersten Kontakte zwischen Tscherms und Altomünster an.
 
Aktionen
Die mittlerweile fast 12-jährigen, vielfältigen Begegnungen zwischen beiden Gemeinden haben sich dank eines regen Besucheraustausches zu freundschaftlichen Beziehungen entwickelt. Dazu gehören besonders die jährliche Reise zum Frühjahrskonzert der Musikkapelle Tscherms, die Gegenbesuche der Tschermser Musikkapelle in Altomünster und die regelmäßige Teilnahme einer Abordnung aus Tscherms am Altomünsterer Christkindlmarkt.
 
Lage
Der Ferienort Tscherms, ein liebliches Dörfchen, liegt umrahmt von Berggipfeln, ganz unauffällig zwischen Marling und Lana, inmitten der Weinberge und Obstwiesen des Etschtales vor den Toren von Meran.
Als besonderes Prunkstück aus vergangenen Zeiten befindet sich über dem Dorf das "Schloss Lebenberg". Die Burganlage entstand im 13. Jahrhundert unter den Herren von Marling.
 
Geschichte
Tscherms wird als Ort erstmals 857 n.Chr. in einer Urkunde von König Ludwig dem Deutschen erwähnt. Die Bedeutung dieses Ortsnamens konnte bisher nicht eindeutig enträtselt werden. Doch wird angenommen, dass er vorrömischen Ursprungs ist. Ab dem 15. Jahrhundert ist dann immer "Tscherms" als gebräuchlicher Ortsname zu finden.
 
Gegenwart
Heute ist Tscherms mit seinem weithin sichtbaren Wahrzeichen, der Burg Lebenberg, eine blühende Gemeinde, die 1997 (1897 von der Gemeinde Marling getrennt) ihr 100-jähriges Bestehen als selbständige Gemeinde feiern konnte. Der Urlaubsort Tscherms hat fast 1400 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von 6,63 Quadratkilometern. Den flächenmäßig größten Bereich bilden landwirtschaftliche Nutzflächen, auf denen Obstbau und an den Hanglagen Weinbau betrieben wird. Ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr, der dank des günstigen Klimas über eine lange Saison verfügen kann.

Vadstena in Schweden

Die etwa 6000 Einwohner zählende Stadt am Ostufer des Vättersees (Östergötland) beherbergt das Mutterkloster des Birgittenordens. 
Es besteht zwar seit seiner endgültigen Aufhebung 1595 als lebendiges Kloster nicht mehr, aber der Bau der Doppelklosteranlage ist weitgehend noch erhalten und dient als Museum. Das erste Doppelkloster des Birgittenordens war 1346 zu Lebzeiten Birgittas von Schweden (1303 - 1373) gestiftet, aber erst 1384 unter ihrer Tochter Katharina als Äbtissin, eingeweiht worden. 
Der Bau der spätgotischen Hallenkirche, "Blaue Kirche" genannt, zog sich bis 1430 hin. Sie stellt neben dem königlichen Wasserschloss (Bauzeit 1545 - 1620) die Hauptsehenswürdigkeit der Kleinstadt dar. Vadstena ist ein beliebtes Ziel des schwedischen Tourismus. 

1935 gründeten Schwestern der Kongregation des Allerheiligsten Erlösers und der Heiligen Birgitta in Rom unweit der alten Anlage wieder ein Birgittenkloster. Es schloss sich 1963 dem alten Orden an, zu dem auch Altomünster zählt. 

Papst Johannes Paul II erhob das Frauenkloster 1991 zur selbständigen Abtei.
Mitte der 1980er Jahre knüpfte der 2007 verstorbene Altomünsterer Pfarrer Wolf Bachbauer erste Kontakte, die der damalige Leiter des Tourismusbüros in Vadstena, Gunnar Jivegard, aufgriff. Seitdem gehen Besuche hin und her. Als Folge davon entstand auch die "Societas Birgitta Europa" (kurz SBE). Die Gesellschaft fördert den europäischen Einheitsgedanken. Sie will alle Orte Europas, in denen die Heilige Birgitta von Schweden und ihr Orden nachhaltig gewirkt haben, zu einer Partnerschaft im ökumenischen Geist zusammenführen. Die Mitglieder richten wissenschaftliche Tagungen aus, fördern Publikationen (Birgitta-Atlas) und pflegen den Kulturaustausch im Dienste der Völkerverständigung.